Interventionsbereiche

Ziel von "BEST - Bildung Erziehung Soziale Trainings" ist, Lehrer bei dieser Einflussnahme, durch die Vernetzung von fachlicher Qualifizierung und schüler- und elternorientierter Fördermaßnahmen, zu unterstützen. Parallel dazu stellt die Unterstützung und Anleitung der Eltern/der Familie zur Partizipation einen weiteren Schwerpunkt dar. Durch die problemorientierte Stärkung des Elternhauses kann langfristig ein konfliktfreier Umgang und somit ein störungsfreies Lernumfeld gefördert werden.
"BEST" arbeitet mit einem kognitiv-verhaltenstherapeutischen, multimodalen Ansatz und richtet seine Angebote an:

  • Schulen bzw. Lehrer, um diese beim Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten, Schulunlust und/oder Motivationsmangel bei Schülern zu unterstützen
  • Kinder und Jugendliche mit und ohne Entwicklungs-, Verhaltens- und Erlebensproblemen
  • Eltern bzw. Familien, die aufgrund persönlicher bzw. intrafamiliärer Problemlagen oder der besonderen Entwicklung ihres Kindes oder Jugendlichen in der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben Hilfe benötigen.

Ziel pädagogisch-therapeutischen Angebote von "BEST" sind die Prävention oder die Überwindung von Entwicklungs- und Lernschwierigkeiten sowie Verhaltensproblemen bei Kindern und Jugendlichen. Es handelt sich um Angebote, die den Kindern und Jugendlichen, deren Eltern sowie Lehrern helfen, Symptome zu erkennen und individuelle Stärken zur Verhaltensmodifikation zu entwickeln. Dies soll es ihnen ermöglichen, besser mit ihrer persönlichen Situation umgehen zu können und sich erfolgreich in gesellschaftliche Prozesse zu integrieren.

Kurz- und mittelfristige Ziele von "BEST"

  • Prävention und Aufarbeitung von Entwicklungsdefiziten bei Kindern und Jugendlichen (z.B. Erhöhung der Frustrationstoleranz, Konfliktbewältigung, Abbau von selbst- und fremdschädigendem Verhalten, Erhöhung der psychischen Belastbarkeit)
  • Prävention vor Überlastung und Stress, Aufbau von Stressbewältigungsstrategien sowie Förderung von Fantasie und einer positiven Körperwahrnehmung
  • Verbesserung der Lern- und Entwicklungschancen der Kinder und Jugendlichen
  • Psychoedukation, Förderung der Selbstreflektion bezüglich psychischer Gesundheit und Ressourcenaktivierung bei den Kinder und Jugendlichen
  • Erlernen und Festigen alternativer Verhaltensmuster
  • Förderung der körperlichen, geistigen und emotionalen Entwicklung der Schüler durch gezielte pädagogische und therapeutische Angebote
  • Förderung und Entwicklung sozialer Kompetenzen der Schüler und Eltern (z.B. Konfliktlösestrategien, Stressbewältigung, Prävention von Angst und Depression, Alltagsbewältigung, Beziehungsfähigkeit, Angstreduktion)
  • Entlastung von Lehrern, Schülern und deren Familien, um neue Entwicklungen zu ermöglichen
    Stärkung der personalen und sozial-emotionalen Kompetenzen der Lehrer, Schüler und Eltern
  • Befähigung der Lehrer zur autonomen Durchführung verschiedener Fördermaßnahmen
    Sensibilisierung der Lehrer im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten
  • Information und Aufklärung der Lehrer und Eltern über spezifische Störungsbilder und Verhaltensmuster
  • Befähigung der Lehrer und Eltern im Umgang mit Hyperkinetischen Störungen (ADHS)

Langfristige Ziele von "BEST":

  • Verbesserung der Beziehung zur Familie
  • Findung der eigenen Persönlichkeit sowie psychische und physische Stabilisation
  • Übernahme von Verantwortung für das eigene Handeln
  • Stärkung der Autonomie
  • Aufarbeitung sozialer Fehlentwicklungen bei Kindern und Jugendlichen – soziale Integration
  • Entwicklung eines Verständnisses der individuellen Biographie der Kinder und Jugendlichen mit ihren Traumata und Konflikten einerseits und den existierenden Ressourcen und Fähigkeiten andererseits
  • Aufbau und Entwicklung von schulischen und beruflichen Lebensperspektiven bei den Kindern und Jugendlichen
  • Vernetzung der Kooperationspartner von "BEST"
  • Sicherung des Wissenstransfers durch das Netzwerk
  • Initiierung von Eltern- Kinder- und Jugendgruppen
  • Nachhaltige Sicherung der Förderangebote durch Wissenstransfer

Dazu müssen folgende persönliche Ressourcen, Fähig- und Fertigkeiten einerseits von den Kindern und Jugendlichen, aber auch von den Eltern/Familien und Lehrern erlernt, eingeübt und gestärkt werden:

  • Problembewusstsein
  • Sozial- und Eigenkompetenz
  • Selbstwertgefühl und Selbststeuerung
  • Eigenverantwortung und Entscheidungsfähigkeit
  • Frustrationstoleranz und Durchhaltevermögen
  • Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Selbstannahme
  • Konfliktbewältigungsstrategien
  • Umgang mit Gefühlen
  • Umgang mit Stress und Überlastung